81

Williams Christbirne

Birne
Standort H1: Williams Christbirne

Bild 1 von 9

Die Williams Christ ist eine Birnensorte, die in Deutschland bei Generationen von Gartenfreunden höchste Popularität genießt. In den 1920er Jahren war sie eine von nur drei Birnensorten, die zu Reichsobstsorten gewählt wurden. Noch heute gehört die Williams Christ hierzulande zu den meist angebauten Birnensorten. Ihr Name hat einen so vertrauten Klang, dass es kaum noch auffällt, dass er eigentlich englischer Herkunft ist. Dort entstand die Birnensorte Williams Christ in Berkshire und war schon um 1770 bekannt. Den Namen Williams erhielt die Birne nach dem englischen Baumschulbesitzer, der sie verbreitete.

Aussehen und Eigenschaften der Frucht
Die Williams Christ ist eine schmackhafte Tafelbirne mit einem muskatartigen Duft. Sie hat eine durchschnittliche Länge von 84 mm und ist etwa 60 mm breit. Ihr Gewicht beträgt rund 180 g. Die Schale der länglichen, birnenförmigen Frucht ist bei Genussreife hellgelb bis hellgrün gefärbt und vorwiegend glatt. Sonnenseitig können helle Rötungen auftreten. Die Schalenpunkte sind fein und unauffällig. Das zarte Fruchtfleisch der Williams Christ ist weiß, schmelzend und saftig. Sie schmeckt harmonisch süß bis leicht säuerlich.

Aufzucht und Reife
Die Williams Christ Birne gedeiht am besten auf warmem, nährstoffreichem, durchlässigem und tiefgründigem Boden. Der Baum wächst halb aufrecht und ist reich verzweigt. Optimale Standorte sind windgeschützte Tal- bis mittlere Höhenlagen. Die Birne reift auch in kühleren Regionen. Zur Fruchtholzerneuerung sind ein straffer Aufbauschnitt und gute Pflegeschnitte notwendig. Die reifen Früchte können von Mitte August bis Anfang September geerntet werden.

Krankheitsanfälligkeit
Die Williams Christ Birne ist leicht schorfanfällig. Zudem besteht eine starke Gefährdung durch Obstmaden. Auch für Feuerbrand und Birnblattsauger ist die Williams Christ Birne sehr anfällig. Bei strengem Winterfrost kommt es zur Frostplattenbildung.

© Gartendialog.de www.gartendialog.de

Wikipedia: Williams Christbirne