Familie Simon

Sedanplatz 16

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Auguste Simon

Auguste Simon, geborene Jakobsohn wurde am 9. Januar 1859 in Großburgwedel geboren. Sie war verheiratet mit William Simon und zog mit ihrem Mann 1895 nach Lehrte in die Sedanstraße. Im Sommer 1942 wurde sie nach Theresienstadt deportiert, wo sie im März 1943 starb.

Albert Simon

Albert Simon wurde am 31. August 1885 in Großburgwedel geboren. Seine Eltern waren der Kaufmann William Simon, der aber schon 1913 verstarb und Auguste Simon, geborene Jakobsohn. Albert war das zweitälteste von insgesamt vier Kindern der Familie Simon. Durch seine Mutter war er mit der Hildesheimer Familie Pommer verwandt; sein Vetter Erich Pommer war von 1920 bis 1926 Vorstandsvorsitzender der UFA-Filmgesellschaft. Alberts Vater hatte bereits im September 1895 ein Manufakturwarengeschäft in der Sedanstraße eröffnet, das sein Sohn nach dem Tod des Vaters übernahm. Wahrscheinlich 1914 heiratete er Irma Malsch, die im Dezember 1914 nach Lehrte kam. Albert konnte das Geschäft bis in den September 1938 führen, als er durch Repressalien der Nationalsozialisten gezwungen war, das Geschäft aufzugeben und zu verkaufen. Im Oktober desselben Jahres verzog er nach Hannover in die Arnswaldstraße. Von dort gelang ihm die Flucht in die Vereinigten Staaten von Amerika.

Irma Simon

Irma Simon, geborene Malsch wurde am 7. Juni 1890 in Erfurt geboren. Sie lebte seit 1914 in Lehrte und betrieb zusammen mit ihrem Mann Albert ein Manufakturwarengeschäft. Ihr gelang nicht die Flucht, wie ihrem Mann und ihren Söhnen. Irma Simon wurde 1941 nach Riga deportiert. Sie überlebte den Holocaust.

Heinz Simon

Heinz Simon wurde am 11. Mai 1917 in Erfurt geboren und lebte seit 1918 mit seinen Eltern in Lehrte. Er besuchte die Grundschule an der Masch und absolvierte nach Verlassen der Schule eine Banklehre. Obwohl er im März 1937 verhaftet wurde, gelang ihm die Flucht in die USA.

Frank Simon

Frank Simon wurde am 4. August 1921 in Lehrte geboren und auch eingeschult. Nach Verlassen der Schule an der Masch begann er eine Lehre als Gärtner in der jüdischen Gartenbauschule Ahlem. 1938 gelang ihm die Flucht in die USA, wo bereits sein Vater und Bruder lebten.

Quelle: Wikipedia
KZ Theresienstadt
KZ Riga-Kaiserwald