Aligse - Gedenkstein

Aligse

Bild 1 von 2

  • Gedenkstein © Manfred Fehlauer
    Gedenkstein © Manfred Fehlauer
  • Gedenkstein zurück 1914 © 700 Jahre Aldagessem 1286 Aligse 1986, Festausschuß
    Gedenkstein zurück 1914 © 700 Jahre Aldagessem 1286 Aligse 1986, Festausschuß

Gedenkstein 1813-1913

Die Geschichte um den Aligser Gedenkstein beginnt in der Nachbargemeinde Ahlten im Jahr 1913.

Zur 100jährigen Wiederkehr der Völkerschlacht bei Leipzig sollte in Ahlten ein Denkmal erstellt werden, „um der Welt zu bekunden, dass auch bei uns treue deutsche Männer wohnen, die zu würdigen wissen, was unsere Großväter und Urgroßväter erkämpft haben. Es soll ein Denkstein zur Erinnerung an die Jahrhundertfeier gesetzt werden.“ (Aus Zeitungsbericht vom 10. Okt. 1913).

Einen würdigen Stein in entsprechender Größe gab es, nämlich direkt hinter der Ahltener Gemeindegrenze auf einer Aligser Wiese. Heinrich Bödecker, Eigentümer der Wiese, schenkte den Stein dem Ahltener Kriegerverein.

Doch auch in Aligse gab es eine Kriegerkameradschaft, die natürlich nicht zulassen konnte, dass ausgerechnet ein Aligser Stein in Ahlten zum Denkmal werden sollte. Man beschloss selbst ein Denkmal zu bauen. Vom Eigner bekam auch die Aligser Kriegerkameradschaft den Stein zugesagt, wobei er aber vergaß, den Ahltenern den Zuspruch abzusagen.

Heinrich Bödecker hatte nun ein Problem – hier seine Aligser Mitbürger, dort sein Versprechen-.Er bat um eine gütliche Einigung zwischen den Nachbarorten, die aber nicht erreicht werden konnte.

Junge Aligser gruben am 9. Okt. 1913 den großen, 1,9m hohen, 1,6m breiten und 1,0m tiefen Findling aus und legten ihn zur Abholung bereit auf mitgebrachte Balken. Ahltener Bürger beobachteten die Arbeit aus sicherer Entfernung. „In der finsteren Nacht zum 10. Oktober, um 10 Uhr abends zogen 35 Mann mit 14 Pferden, zwei Schlitten und einem Wagen mit Hebewerkzeugen aus und brachten den Stein unter großem Hallo nach Ahlten, wo sie um 4 Uhr am frühen Morgen ankamen“. (Aus Zeitungsbericht ohne Datum) Die Aligser hatten das Nachsehen und wurden verhöhnt.

Die Kriegerkameradschaft Aligse erhob Klage beim Amtsgericht Burgdorf und bekam mit folgender Begründung den Stein zugesprochen: „Diejenige Partei, die den Stein von Grund und Boden getrennt hat, hat sich dadurch das Eigentumsrecht erworben.“ Die Gemeinde Ahlten wurde zur Herausgabe des Steins verpflichtet.

Am 19. Feb. 1914 fand die offizielle Übergabe statt. Der geschmückte Stein wurde in einem Triumphzug von Ahlten nach Aligse gefahren und mit einem Fest dort aufgestellt, wo er heute noch steht.

Quelle: 700 Jahre Aldagessem 1286 Aligse 1986, Festausschuß

zurück

zurück Tour Aligse

Gedenkstein © Manfred Fehlauer
Gedenkstein © Manfred Fehlauer
Gedenkstein zurück 1914 © 700 Jahre Aldagessem 1286 Aligse 1986, Festausschuß
Gedenkstein zurück 1914 © 700 Jahre Aldagessem 1286 Aligse 1986, Festausschuß