Mutterkraut

Chrysanthemum parthenium

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Chrysanthemum parthenium, Matricaria parthenium, Tanacetum parthenium, Matricaria odorata

Bertram, Falsche Kamille, Fieberkraut, Jungfernkraut, Mägdeblume, Mutterkamille, Knopfkamille, Zierkamille, Matronenkraut

Das Mutterkraut ist eine meist ausdauernde Pflanze aus der Familie der Korbblütengewächse (Asteraceae). Ursprünglich ist sie im östlichen Mittelmeerraum heimisch. Von dort kam sie in die Gärten Mitteleuropas als Heil- und Zierpflanze. So haben sich verschiedene Sorten gebildet. Die wissenschaftlichen Namen sind nicht einheitlich. Es gibt mindestens fünf verschiedene offizielle Bezeichnungen, von denen vier den Artnamen Parthenium tragen, aber mit unterschiedlichen Gattungsnamen.

Mutterkraut wird bis 80 cm hoch. An verzweigten Stängeln mit hellgrünen gelappten Blättern wachsen Blüten, die in ihrem Aussehen an Kamille oder Gänseblümchen erinnern.

Blütezeit: Juli – August.

Die Pflanze duftet stark würzig.

In milden Gegenden ist Mutterkraut winterhart. Eine einzelne Pflanze kann sich so stark verzweigen, dass sie die Fläche von einem Quadratmeter bedeckt.

Verwendete Pflanzenteile:

Kraut, die oberirdischen Pflanzenteile, die am besten zu Beginn der Blüte geerntet werden.

Inhaltsstoffe:

Chrysanthenol, ätherisches Öl (0,75%) mit Kampfer, Eugenol, Thymol, Gerbstoffe, Flavonoide

Heilwirkung:

Mutterkraut fördert die Monatsblutung und reguliert den Zyklus. Es wirkt krampflösend während der Periode. Während der Geburt stärkt es die Gebärmutter, fördert die Ablösung der Plazenta und wurde früher bei Wehenschwäche verwendet. In den Wechseljahren gleicht es den Hormonmangel aus und lindert so die Beschwerden.

In den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts wurde eine nachweisbare Wirkung bei Migräne entdeckt. Mutterkraut kann aber nicht direkt bei Migräneattacken helfen, sondern wirkt eher vorbeugend durch die regelmäßige Einnahme als Tee oder Tinktur oder auch durch tägliches Kauen von 1-4 frischen Blättern.

Auch bei Erkältungen, Asthma, Rheuma, Verdauungsbeschwerden und als Wurmmittel wurde Mutterkraut eingesetzt.

Nebenwirkungen:

In der Schwangerschaft darf Mutterkraut nicht verwendet werden. Wenn das Kauen der frischen Blätter ein Brennen hervorruft, sollte Mutterkraut besser als Tee getrunken werden. Manche Menschen reagieren empfindlich auf Korbblütler, z.B. Chrysanthemen, Rainfarn oder Schafgarbe.

Geschichtliches:

Im Altertum und im Mittelalter stand die Pflanze in hohem Ansehen und wurde viel in der Frauenheilkunde verwendet.

Pflanzenfamilie: Korbblütler Asteraceae
Anwendungsbereich: Menstruationsbeschwerden, Migräne
Blütenfarbe: weiß, gelb
Giftigkeit: ungiftig
Lebensdauer: ausdauernd