Gefleckter Aronstab

Arum maculatum

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  • © AK "Stadt und Natur erleben" Stadtmarketing Lehrte (ms)
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Gefleckter Aronstab, Aronskelch, Aronskraut, Fieberwurz, Entenschnabel, Kuhwurz, Zahnwurz, Zahnkraut, Eselsohr, Zehrwurzel

Der Aronstab gehört zur Familie der Aronstabgewächse (Araceae). Er bevorzugt kalkreiche Lehmböden und wächst in feuchten Laubwäldern in Mittel- und Südeuropa.

Aus einem rundlich-eiförmigen Wurzelstock mit zahlreichen dünnen fleischigen Nebenwurzeln wachsen langgestielte gefleckte pfeilförmige Laubblätter. Die Pflanze trägt einen auffälligen Blütenstand, der von einer blattartigen Hülle umgeben ist. Die Blüten sitzen an einer Spindel, dem Blütenkolben. Die weiblichen Blüten sitzen unten. Darüber befindet sich ein Ring von Haaren, über diesen befinden sich die männlichen Blüten. Dieser Blütenstand ist eine Kesselfalle für kleine Insekten, die – am Abend angelockt durch den Aasgeruch und die Wärme des Kolbens – in die Falle gehen und aus dieser erst wieder frei kommen, wenn die Bestäubung geschehen ist. Dann welken die Haare, so dass die Insekten frei kommen. Aus den Blüten entwickeln sich rote Beerenfrüchte, die besonders für Kinder gefährlich sind. Blütezeit: April bis Juni Alle Teile der Pflanze sind gefährlich giftig.

Verwendete Pflanzenteile: Der Wurzelstock mit den Wurzeln

Inhaltsstoffe:

Aroin, ein nicht erforschtes Gemisch von Scharfstoffen das für die Giftigkeit verantwortlich sein dürfte, Stärke (ca. 70%), nadelartige Calciumoxalatkristalle und Oxalsäure

Heilwirkung:

Die Schulmedizin verwendet den Aronstab nicht, auch die Volksheilkunde verzichtet inzwischen auf die Pflanze wegen der Giftigkeit. Das Homöopathikum Arum wird bei Schleimhautentzündungen im Mund und bei Überbeanspruchung der Stimme verabreicht.

Nebenwirkungen:

Wegen der Giftigkeit verbieten sich Selbstbehandlungen. Vergiftungserscheinungen äußern sich mit Reizungen im Mund und Rachen, auch im Magen und Darm. Später kann es zu Lähmungserscheinungen, Speichelfluss und Erbrechen kommen. Bei Berührungen kann es zu Hautreizungen kommen. Die Oxalatkristalle bewirken eine mechanische Verletzung der Haut/Schleimhaut und ermöglichen (wie bei einer Injektion) das Eindringen der Scharfstoffe/Oxalsäure in das Gewebe.

Geschichtliches:

Aronstab ist eine alte Zauber- und Hexenpflanze. Dioskurides beschrieb die Pflanze, Hippokrates verordnete sie bei Katarrhen der Luftwege. In Notzeiten hat man die stärkereichen Knollen durch Kochen entgiftet und als Nahrungsmittel genutzt.

In der Bibel wird von der Wüstenwanderung des Volkes Israel berichtet. Josua und Kaleb brachten als Kundschafter eine große Traube an einem Stab mit. Nachdem sie die Früchte abgeladen hatten, steckten sie den Stab in die Erde und an dieser Stelle wuchs später die Aronwurzel.

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Pflanzenfamilie: Aronstabgewächse Araceae
Anwendungsbereich: Atemwegserkrankungen, Nasenpolypen
Blütenfarbe:
Giftigkeit: giftig