Apfelbeere

Aronia melanocorpa

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  • © AK "Stadt und Natur erleben" Stadtmarketing Lehrte (ms)
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Die Apfelbeere gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Sie stammt ursprünglich aus dem Osten Nordamerikas. Aroniaarten sind sommergrüne Sträucher mit spitzen, auffallend roten Winterknospen. Sie erreichen Höhen von 2 bis 3 m. Die Laubblätter sind elliptisch und 2 bis 8 cm lang. Sie färben sich im Herbst leuchtend rot. Auf der Oberseite der Mittelrippe befinden sich schwarzrote Haare. Die Blüten stehen zu 10 bis 20 im Büscheln zusammen. Sie sind weiß oder blass rosa, haben einen Durchmesser von etwa 1 cm und verströmen einen unangenehmen Geruch, der dem der Eberesche ähnlich ist. Die 5 bis 12 mm großen Früchte sind apfelförmig und färben sich rot oder schwarz. Sie sind oft wachsartig überzogen. Geerntet werden die Früchte von August bis Oktober. Der Geschmack ist süß-säuerlich-herb und heidelbeerähnlich.

Verwendete Pflanzenteile: Beeren, die getrocknet und wie Rosinen verwendet werden, Saft der Beeren

Inhaltsstoffe:

Hoher Flavonoidgehalt, Folsäure, Vitamine K und C; der Vitamin C-Gehalt entspricht dem von Orangen, der Gehalt an Anthocyanen (Farbstoff der Beeren) wie beim Holunder.

Heilwirkung:

Der Saft der Beeren gilt als einer der besten Radikalenfänger. Er soll bei Bluthochdruck und Herz-Kreislauferkrankungen, bei Kinderkrankheiten und Neurodermitis helfen. Die Beeren sollen zudem tumorprotektiv bei Krebserkrankungen wirken, besonders bei Tumoren der Brust, der Haut, der Speiseröhre, des Dickdarms und der Lunge. Die Inhaltsstoffe, besonders die Polyphenole könnten bei der Prävention und Eindämmung der Krebsentwicklung eine wichtige Rolle spielen, da die Antioxidantien in den Phasen Entstehung, Wachstum und Fortschreiten des Krebsgeschwürs wirken.

Generell sollte der Aroniasaft nach dem Essen getrunken werden.

Nebenwirkungen:

Nicht bekannt, vielleicht auch noch nicht genügend erforscht, eindeutige wissenschaftliche Belege fehlen.

Geschichtliches:

Die Indianer kannten die Pflanze und sprachen ihr eine große Heilwirkung zu.

Unter Lenin und Stalin züchtete der russische Botaniker Mitschurin frostresistente Sorten. In Polen und Russland wird die Aroniabeere zu den Heilpflanzen gerechnet.

Die obstbauliche Nutzung begann erst Anfang des 20. Jahrhunderts durch Kreuzung oder Veredelung mit Eberesche oder Mispel. In Deutschland gibt e eine Plantage in der Nähe von Schwarmstedt.

Wegen der kräftigen roten Farbe der Beeren (Anthocyane) wird sie als Ersatz für Lebensmittelfarbe verwendet.

© AK "Stadt und Natur erleben" Stadtmarketing Lehrte (ms)
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Pflanzenfamilie: Rosengewächse Rosaceae
Anwendungsbereich: Infektabwehr
Blütenfarbe: rosa-weißlich
Giftigkeit: ungiftig
Lebensdauer: ausdauernd