Huflattich

Tussilago farfara

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  • © AK Natur Stadtmarketing Lehrte
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Brandlattich, Märzblume. Lehmblümel, Brustlattich, Ackerlattich, Feldlattich, Pferdefuß, Fohlenfuß, Tabakkraut, Hitzeblätter

Der Huflattich ist in Europa und Afrika heimisch, in Nordamerika eingebürgert. Er gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae), ist sehr anpassungsfähig und besiedelt bevorzugt trockene, warme Standorte auf Brachflächen, an Bahndämmen und an Acker- und Wegrändern. Im zeitigen Frühjahr (Februar bis April) treiben aus einem mehrköpfigen Wurzelstock zahlreiche Blütenstiele heraus, die mit schuppenförmigen Blättchen bedeckt sind. Am Ende des Stängels, der Wuchshöhen von 15 bis 30 cm erreicht, befindet sich ein auffällig gelbes Blütenköpfchen. Jeder Blütenkorb kann bis zu 300 Einzelblüten enthalten. Die Früchte besitzen eine Haarkrone. Nach der Blüte erscheinen im Mai die rundlichen Laubblätter, deren Blattrand unregelmäßig gezähnt ist. Die Unterseite ist weißlich und filzig behaart.

Verwendete Pflanzenteile:

Blätter, Blüten

Inhaltsstoffe:

Pflanzenschleime, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Flavonoide, Pyrrolizidinalkaloide, Mineralien

Heilwirkung:

Auf Grund des Schleimgehalts werden die Blüten und Blätter zur Reizmilderung bei Schleimhautentzündungen im Mund- und Rachenraum sowie zur Milderung eines trockenen Reizhustens bei Bronchitis – allein oder als Bestandteil von Hustentee – angewendet. Die Schleimstoffe legen sich wie ein Schutzfilm auf die Schleimhäute. Der zähe Bronchialschleim wird verflüssigt, das Abhusten wird erleichtert.

Wegen der entzündungshemmenden Inhaltsstoffe wird Huflattich auch bei Hautproblemen, Hautunreinheiten, Ekzemen und bei trockener Haut verwendet.

Nebenwirkungen:

Wegen der Pyrrolizidinalkaloide, die eine lebertoxische und krebserregende Wirkung haben, sollte die Anwendungsdauer höchsten sechs Wochen betragen. (Im Handel erhältlicher Tee ist frei von Pyrrolizidinalkaloiden.) Während der Schwangerschaft und Stillzeit ist vom Gebrauch abzusehen.

Geschichtliches:

Huflattich gehört seit alters her zu den gebräuchlichsten Drogen, die als Hustentee verwendet werden. Der lateinische Name bedeutet: tussis = Husten, ago = ich vertreibe. „Farfara“ (von farina = Mehl) bezieht sich auf die filzige Unterseite der Blätter.

Dioskurides empfahl den Rauch der angezündeten Blätter zu inhalieren. Die getrockneten Blätter wurden auch auf glühende Kohlen gelegt und der Rauch wurde eingeatmet.

Huflattichblätter wurden auch bei allen brennenden Hauterkrankungen (Brandwunden, Schürfwunden, Insektenstichen, Schürfwunden) wegen der kühlenden und entzündungshemmenden Wirkung genutzt.

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Pflanzenfamilie: Korbblütler Asteraceae
Anwendungsbereich: Atemwegserkrankungen
Blütenfarbe: gelb
Giftigkeit: schwach giftig
Lebensdauer: ausdauernd