Gänseblümchen

Bellis perennis

Bild 1 von 3

  • © AK Natur Stadtmarketing Lehrte
    © AK Natur Stadtmarketing Lehrte
  • © AK Natur Stadtmarketing Lehrte
    © AK Natur Stadtmarketing Lehrte
  • © AK Natur Stadtmarketing Lehrte. JK.
    © AK Natur Stadtmarketing Lehrte. JK.

Maßliebchen, Tausendschön, Augenblümel, Himmelsblume, Ringelröschen, Gänseliesl, Osterblume, Zeitlosenkraut

Der Name leitet sich ab vom lateinischen „bellus“ = hübsch und „perennis“ = ganzjährig. In England heißt sie daisy = day’s eye, Auge des Tages.

Das Gänseblümchen ist eine ausdauernde krautige bis 20 cm hohe Pflanze, die zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) gehört. Es ist in ganz Europa und Kleinasien heimisch. Seinen Namen bekam es, weil es früher oft auf Gänseweiden wuchs. Es bildet eine Rosette gestielter, spatelförmiger, ovaler grundständiger Blätter. Besonders im Blattbereich besitzt es eine starke Regenerationskraft; es macht ihm nichts aus, wenn auf ihm herumgetreten wird. Die blattlosen Blütenstängel tragen ein Blütenkörbchen mit gelben Röhrenblüten und weißen Zungenblüten, die auf der Unterseite meist rötlich gefärbt sind. Sie besitzen nur wenig Nektar und Pollen, sind aber wegen der langen Blühdauer eine beständige Nahrungsquelle für Bienen. Es ist ein Selbstbestäuber und nicht auf den Insektenbesuch angewiesen. Die Blüten sind heliotrop, d.h. sie öffnen sich mit dem ersten Sonnenlicht und schließen sich bei Regen. Mit gefüllten Blüten wird das Gänseblümchen auch als Zierpflanze kultiviert. Wahrscheinlich ist das Gänseblümchen die einzige Pflanze, die es schafft, von Januar bis Dezember zu blühen (außer bei Schnee).

Verwendete Pflanzenteile:

Blüten, die bei Trockenem Wetter in den Monaten April bis September mit einem kurzen Stiel abgeschnitten werden.

Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl, Saponine, Gerbstoffe, Flavonoide, Schleim, Vitamine A und C,

Heilwirkung: Die Volksmedizin verwendet die Pflanze als Tee bei Magen-Darmstörung, Durchfall und Husten und Bronchitis. Die Schleimstoffe wirken reizmildernd, die Saponine und das ätherische Öl erleichtern das Abhusten bei Katarrhen der Atemwege. Die Gerbstoffe wirken etwas stopfend. Als Wundheilmittel steht es neben den anderen bekannten Korbblütlern Kamille, Arnika und Ringelblume. Der Saft wird bei Verstauchungen und Quetschungen angewandt. „Bellis“ zählt bei Homöopathen als „Arnika der Gebärmutter“ und wird zur Rückbildung nach Geburten verordnet.

Kräuterpfarrer Künzle empfahl, das Gänseblümchen jeder Kinderteemischung beizufügen. In der „Neunkräutersuppe“ darf es keinesfalls fehlen.

Nebenwirkungen: Nicht bekannt

Geschichtliches:

Die Germanen sahen im Gänseblümchen die Anwesenheit des Sonnengottes Baldur. Sie gaben ihm deshalb den Namen „Baldurs Auge“.

In der Antike war das Gänseblümchen als Heilmittel so gut wie unbekannt. Erst im 16. Jahrhundert wurde es als Arzneipflanze in den Kräuterbüchern als vielseitiges Arzneimittel – insbesondere für Wundheilungen - empfohlen.

Die roten Spitzen der Randblüten mussten erklärt werden: Maria hat sich in den Finger gestochen.

© AK Natur Stadtmarketing Lehrte
© AK Natur Stadtmarketing Lehrte
© AK Natur Stadtmarketing Lehrte
© AK Natur Stadtmarketing Lehrte
© AK Natur Stadtmarketing Lehrte. JK.
© AK Natur Stadtmarketing Lehrte. JK.
Pflanzenfamilie: Korbblütler Asteraceae
Anwendungsbereich: Hauterkrankungen, Verstauchungen
Blütenfarbe: weiß, gelb
Giftigkeit: ungiftig
Lebensdauer: ausdauernd