Sommer-Adonisröschen

Adonis aestivalis

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Das Adonisröschen gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Es ist in Europa, Asien und Nordafrika verbreitet und kommt als Unkraut auf Wiesen, Äckern und Brachland vor. Es gedeiht am besten auf nährstoffreichen, meist trockenen Kalk- oder Lehmböden. Durch Herbizidanwendung ist es aber inzwischen selten geworden.

Sommeradonis wächst als einjährige krautige Pflanze aus einer Pfahlwurzel, die bis 80 cm in die Tiefe reichen kann und wird etwa 30 bis 50 cm hoch. Die Stängel sind einfach oder oben verzweigt mit fiederteiligen Blättern. An den Stängelenden sitzen leuchtend rote Blüten mit einem schwarzen Fleck am Blütengrund. In der Blüte befinden sich zahlreiche schwärzliche Staubblätter. Blütezeit Juli bis September. Schwach giftig!

Verwendete Pflanzenteile:

Das getrocknete Kraut

Inhaltsstoffe:

Digitalisähnliche wirkende Glykoside (in geringerer Konzentration als beim Frühlingsadonisröschen), Flavonoide

Weitere Wirkstoffe werden vermutet, sind aber noch nicht genügend untersucht.

Heilwirkung:

Auf Grund der Glykoside wird die Herzleistung verstärkt. Arzneizubereitungen werden bei leichten bis mittelschweren Herzfunktionsstörungen verwendet.

Nebenwirkungen:

Reizungen des Magen-Darmtrakts können auftreten, bei Überdosierung Übelkeit, Erbrechen, Durchfall.

Geschichtliches:

Bereits Hippokrates verwendete das Adoniskraut.

Der Name Adonis geht auf die griechische Mythologie zurück. Adonis war der Geliebte der Liebesgöttin Aphrodite. Ihr eifersüchtiger Mann verwandelte sich in einen Eber und tötete Adonis. Aphrodite ließ aus ihren Tränen Blumen sprießen, die von seinem Blut rot gefärbt wurden. „Adonis“ ist heute das Sinnbild für männliche Schönheit.

© AK Natur Stadtmarketing Lehrte
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Pflanzenfamilie: Hahnenfußgewächse Ranunculaceae
Anwendungsbereich: Herzerkrankungen
Blütenfarbe: rot
Giftigkeit: giftig
Lebensdauer: einjährig