Färberdistel (Saflor)

Carthamus tinctorius

Bild 1 von 3

  • © AK Natur Stadtmarketing Lehrte
    © AK Natur Stadtmarketing Lehrte
  • © AK Natur Stadtmarketing Lehrte
    © AK Natur Stadtmarketing Lehrte
  • © AK Natur Stadtmarketing Lehrte
    © AK Natur Stadtmarketing Lehrte

Falscher Safran, Öldistel, Saflor, Färbersaflor, Gartensaflor, Distelsafran

Die Färberdistel ist eine schnell wachsende einjährige Pflanze aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Sie stammt aus Kleinasien, ist heute in ganz Europa, in Indien und Amerika verbreitet, wächst bevorzugt auf durchlässigen fruchtbaren Böden und wird vor allem als Ölpflanze, aber auch als Färberpflanze kultiviert.

Aus einer Blattrosette mit kräftiger Pfahlwurzel entspringt ein einziger Stängel der sich verzweigt und Höhen von 60 bis 130 cm erreicht. Die länglichen stachelig gezahnten Laubblätter wachsen direkt am Stängel. Am Ende der Stängel stehen große rundliche distelartige Blütenköpfe mit Röhrenblüten, die gelb bis rötlich gefärbt sind.

Blütezeit: Juli, August.

Die Samen mit einer Länge von 3 bis 4 mm sehen Sonnenblumenkernen ähnlich und entwickeln sich zu mehreren in den Blütenköpfen. Es darf allerdings in der Reifezeit nicht zu viel regnen, weil die Samen wegen der Köpfchenfäule sonst nicht ausreifen.

Verwendete Pflanzenteile:

Samen und das daraus gewonnene Öl, das als Speiseöl, aber auch zur Herstellung von Farbe und Lacken und als Schmiermittel verwendet wird. Die Rückstände der Pressung dienen als Tierfutter. Aus den Blütenblättern können Farbstoffe gewonnen werden: Carthamin (Rot färbend) und Carthamidin (gelber Blütenfarbstoff), die zum Färben von Lebensmitteln und Kosmetika genutzt werden. Die Blütenblätter wurden wie Safran verwendet.

Inhaltsstoffe:

Das Öl der Färberdistel enthält hohe Anteile an Linolsäure (bis zu 50%) und Vitamin E. Es wird als Speiseöl verwendet.

Heilwirkung:

Das fette Öl mit ca. 12% Ölsäure, 77% Linolsäure und 1% Linolensäure dient medizinisch zur Senkung des Cholesterinspiegels im Blut. Es hat zudem eine stimulierende Wirkung auf Herz und Kreislauf und wird volksmedizinisch bei Menstruationsbeschwerden, Verdauungsstörungen und Gelenkschmerzen eingesetzt.

Nebenwirkungen:

Saflor kann Uteruskontraktionen auslösen; deshalb darf die Färberdistel nicht in der Schwangerschaft angewandt werden.

Geschichtliches:

Die Färberdistel wurde in Ägypten bereits seit 3500 v. Chr. als Färbepflanze genutzt. Mumien waren in Stoffe eingewickelt, die mit der Pflanze gefärbt worden waren.

Das Öl der Samen wurde auch als Salbengrundlage und Leuchtmittel verwendet.

Mit den Römern kam die Pflanze aus dem Mittelmeerraum nach Mitteleuropa und wurde hier seit dem 13. Jh. verwendet, die Blüten zum Färben von Speisen, die Früchte für medizinische Zwecke.

© AK Natur Stadtmarketing Lehrte
© AK Natur Stadtmarketing Lehrte
© AK Natur Stadtmarketing Lehrte
© AK Natur Stadtmarketing Lehrte
© AK Natur Stadtmarketing Lehrte
© AK Natur Stadtmarketing Lehrte
Pflanzenfamilie: Korbblütler Asteraceae
Anwendungsbereich: Cholesterinsenkend
Blütenfarbe: gelb, rot
Giftigkeit: ungiftig
Lebensdauer: einjährig