Wegmalve

Malva neglecta

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Feldmalve, Gemeine Malve, Käsepappel, Gänsepappel, Hasenpappel, Rosspappel

Die Wegmalve ist eine einjährige oder ausdauernde krautige Pflanze aus der Familie der Malvengewächse (Malvaceae). Sie kommt in ganz Europa bis nach Westasien und Nordafrika vor, in Amerika und Australien wurde sie eingeschleppt. Sie bevorzugt nicht zu trockene Böden und wächst an Wegrändern, Mauern und auf Brachflächen. Sie ist stickstoffliebend und wächst auch gern in der Nähe von Ställen. Aus einer dünnen Pfahlwurzel wachsen niederliegende oder aufsteigende ästige Stängel, die 15 bis 60 cm lang werden und an der Basis verzweigt sind. Die Laubblätter sind wechselständig angeordnet. Sie sitzen an ca. 10 cm langen Blattstielen. Sie sind rundlich bis nierenförmig, fünflappig, gezähnt und deutlich behaart.

Die ebenfalls langgestielten Blüten mit fünf Kronblättern sitzen einzeln oder zu mehreren in den Achseln der Laubblätter. Sie sind hellrosa bis fast weiß, radiärsymmetrisch und tütenförmig und weisen drei Außenkelchblätter auf. Staubblätter und Stempel sind zu einer Röhre verwachsen.

Blütezeit: Juni bis November

Aus den Blüten entwickeln sich scheibenähnliche runde grüne Früchte, die in 12 bis 15 Segmente unterteilt sind und einen Durchmesser von 5 bis 8 mm haben. Die Samen mit je einem Samenkorn haben ein knopfartiges Aussehen.

Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Blüten, Wurzeln, Samen, Früchte

Inhaltsstoffe: Schleim, Gerbstoffe, Kalium, Flavonoide

Heilwirkung:

Wegen des hohen Schleimgehalts werden die Blätter der Wegmalve zusammen mit denen der Wilden Malve bei Erkältungen, Magen- und Darmentzündungen und Entzündungen im Mund und Rachenraum eingesetzt. Die Schleimstoffe legen sich wie ein schützender Film über die Schleimhäute und entfalten so eine beruhigende Wirkung.

Die Blätter wurden auch äußerlich zur Wundbehandlung genutzt. Die Blüten können als Dekoration für Salate oder andere Speisen verwendet werden. Die Wurzeln lassen sich als Gemüse oder Suppe zubereiten.

Nebenwirkungen: Nicht bekannt; wegen der Schleimstoffe kann die Aufnahme anderer Wirkstoffe herabgesetzt werden. Deshalb sind andere Medikamente nur mit zeitlichem Abstand einzunehmen.

Geschichtliches:

Bereits im Altertum war die Wirkung der Wegmalve als einhüllendes Mittel bekannt.

Plinius berichtet, dass die Blätter der Wegmalve auch als Gemüse verwendet wurden.

Im Mittelalter genossen alle Malvenarten ein hohes Ansehen und wurden häufig heilkundlich verordnet.

Die Wegmalve und die Rosenmalve werden in gleicher Weise wie die Wilde Malve verwendet.

Pflanzenfamilie: Malvengewächse Malvaceae
Anwendungsbereich: Atemwegserkrankungen, Schleimhautentzündungen
Blütenfarbe: rosa
Giftigkeit: ungiftig
Lebensdauer: ausdauernd