Bockshornklee

Trigonella foenum-graecum

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Trigonella foenum-graecum

Kuhhornklee, Griechisch Heu, Ziegenklee, Ziegenhorn, Philosophenklee,

Der Bockshornklee gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Er ist eng verwandt mit dem Schabzigerklee. Er ist winterhart und vom Mittelmeergebiet bis nach Zentralasien heimisch, kommt wildwachsend vor und wird weltweit als Kulturpflanze angebaut - nördlich der Alpen aber nur selten. Die Pflanze bevorzugt leichte lehmhaltige Böden in sonniger Lage.

Bockshornkklee wächst als einjährige - stark nach Ziegenbock riechende - krautige Pflanze. Aus einer kräftigen Pfahlwurzel wachsen aufrechte, verzweigte Stängel, die aber auch am Boden liegen können und bis 80 cm hoch werden. Die Stängel sind rund, die Blätter kleeähnlich, dreizählig und verkehrt eiförmig. Die fast ungestielten gelben Schmetterlingsblüten stehen einzeln oder zu zweien in den Blattachseln.

Blütezeit: Mai bis Juli

Aus ihnen entwickelt sich eine bis 11 cm lange Hülse, die säbelförmig aussieht und bis zu 20 längliche, braune, harte Samen enthält, die unregelmäßig kantig und flachgedrückt mit abgerundeten Ecken sind.

Verwendete Pflanzenteile:

Die Samen, die stark aromatisch und schwach bitter schmecken und etwas unangenehm riechen; gemahlen sind sie Bestandteil von Currypulver.

Inhaltsstoffe:

Schleim (20 bis 45%), Eiweiß, fettes Öl, Flavonoide, Bitterstoffe, sehr wenig ätherisches Öl

Heilwirkung:

Die gesundheitliche Wirkung von Bockshornklee gilt als phänomenal. Die Inhaltsstoffe wirken entzündungshemmend, antibakteriell und schleimlösend. Wissenschaftlich anerkannt ist die äußerliche Anwendung der Bockshornkleesamen (ähnlich wie Leinsamen) als Breiumschlag bei Hauterkrankungen (Furunkeln, Geschwüren, Ekzemen und Nagelbettentzündungen).

Innerlich werden geschrotete Bockshornkleesamen als Stärkungsmittel und zur Anregung der Milchbildung während der Stillzeit genutzt.

Volksmedizinisch dient ein Kaltauszug der Samen als Schleimmittel bei Atemwegserkrankungen.

In Ägypten und einigen asiatischen Ländern werden geröstete Bockshornkleesamen als Nahrungsmittel und Gewürz verwendet.

Nebenwirkungen: Nicht bekannt; in der Schwangerschaft sollte Bockshornklee nicht als Heilmittel verwendet werden.

Geschichtliches:

Der Gattungsname Trigonella ist lateinischen Ursprungs (trigonum = Dreieck). Foenum graecum (griechisches Heu) war die Bezeichnung für die Pflanze bei den Römern.

Der deutsche Name beschreibt die Form der Früchte.

Bockshornklee zählt zu den ältesten Arznei- und Kulturpflanzen. Samen wurden im Grab Tutanchamuns gefunden und im Papyrus Ebers (1550 v. Chr.) erwähnt.

Im Altertum und im Mittelalter schrieb man dem Bockhornklee große Heilkraft zu. Er wurde gegen Fieber, als Abführmittel und bei Husten und Lebererkrankungen eingesetzt. Bereits seit der Antike ist auch die Wirksamkeit von Bockshornklee bei Haarausfall überliefert. Im „Capitulare de villis“ Karls des Großen wird der Anbau von Bockshornklee angeordnet. Die Pflanzen wurden überwiegend als Futtermittel für Nutztiere verwendet. Hildegard von Bingen setzte Bockshornklee bei Hauterkrankungen ein.

Bockshornklee galt auch als Aphrodisiakum. Durch den Genuss der Samen sollte das Liebesspiel angeregt und verlängert werden können.

Die Kräuterbücher des 16. Und 17. Jahrhunderts empfahlen Bockshornkleesamen zu erweichenden Umschlägen.

Neuere Untersuchungen lassen vermuten, dass Bockshornkleesamen ein äußerst vielseitiges Heilmittel sind. Der Extrakt der Samen soll das Wachstum von Tumoren der Brust, Bauchspeicheldrüse und Prostata verlangsamen oder sogar aufhalten können. Bei Diabetes sollen die Samen den Blutzuckerspiegel und die Cholesterinwerte senken können. Auch bei übermäßigem Schwitzen soll Bockhornkleeextrakt wirksam sein.

Bei der Behandlung von Parkinsonpatienten mit Bockshornkleeextrakt konnte ein deutlicher Rückgang einzelner Symptome verzeichnet werden.

Bockshornklee lässt sich gut als Gründünger im Garten verwenden. Er ist eine gute Alternative zu Senf, kann nach dem ersten Frost untergegraben werden und soll gegen Kohlhernie wirken.

Pflanzenfamilie: Hülsenfrüchtler Fabaceae
Anwendungsbereich: Hauterkrankungen, Gewürz, Nagelbettentzündung
Blütenfarbe: gelb
Giftigkeit: ungiftig
Lebensdauer: einjährig