Heiligenkraut

Santolina chamaecyparissus

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Zypressenkraut, graues Heiligenkraut

Das Heiligenkraut ist ein immergrüner Zwergstrauch und gehört zur Familie der Korbblütengewächse (Asteraceae). Es stammt aus dem Mittelmeergebiet und wächst gern auf warmen Hanglagen und trockenem, felsigem Untergrund. Die Stängel verholzen an der Basis. Sie wachsen aufrecht mit grau-filzigen, flaumig behaarten Zweigen. Die Blätter sind fiedrig eingeschnitten und etwas fleischig. Die langgestielten gelben Blütenköpfe stehen zu mehreren auf den Stängeln

Blütezeit: Juni bis August

Das Heiligenkraut wird als Heil- und Duftpflanze und als Würzmittel genutzt, der Geruch ist stark würzig, der Geschmack bitter-aromatisch.

Verwendete Pflanzenteile:

Das Kraut, besonders die oberen Sprossen und Blüten

Inhaltsstoffe:

Ätherische Öle, Harz, Gerbstoffe, Bitterstoffe

Heilwirkung:

Das Heiligenkraut wird volksheilkundlich als Mittel gegen Darmparasiten und Würmer verwendet. Der Teeaufguss fördert die Verdauung und löst Magenkrämpfe. Frische Blätter sollen Juckreiz mindern und können als Badezusatz bei gereizter Haut genutzt werden. Die Heilwirkung ist wissenschaftlich nicht belegt.

Nebenwirkungen:

Nicht bekannt

Geschichtliches:

Der Gattungsname „Santolina“ setzt sich zusammen aus „sanctus“ = heilig und „Linum“ = Flachs. Der Name „Zypressenkraut“ entstand wegen der Ähnlichkeit der Blätter mit denen von Zypressen.

Die Heilwirkung der Pflanze war schon im Altertum bekannt. Über die Klöster kam die Pflanze in die Gärten und wurde gern zur Beeteinfassung verwendet.

Frische Blüten in der Vase halten Mücken fern, in der Küche vertreiben sie Obstfliegen und Mehlmotten.

In Frankreich heißt die Pflanze „garde-robe“, (Bewacher der Kleidung), weil sie als biologischer Mottenschutz verwendet wird. Die Wirkung soll besser sein als die von Lavendel.

Pflanzenfamilie: Korbblütler Asteraceae
Anwendungsbereich: Verdauungsbeschwerden
Blütenfarbe: gelb
Giftigkeit: ungiftig
Lebensdauer: mehrjährig