Wald-Erdbeere

Fragaria vesca

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Buscherdbeere, Monatserdbeere, Darmkraut, Flohbeere, Rotbeere, Erbelkraut

Die Walderdbeere ist eine wintergrüne ausdauernde Pflanze aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae), die Wuchshöhen von 5 bis 25 cm erreicht. Sie ist in den gemäßigten Zonen Europas und Asiens heimisch, liebt sonnige humose Standorte und kommt an Waldrändern und Gebüschen vor. Die Laubblätter stehen in einer grundständigen Rosette zusammen. Sie sind dreizählig, jedes Einzelblatt ist am Rand grob gesägt. Aus dem kurzen Wurzelstock entspringen aus den Achseln der Grundblätter oberirdisch kriechende Ausläufer, die an Wachstumsknoten neue Pflanzen bilden und blütentragende Stängel. Die Blüten, die in Trugdolden zusammen stehen, bestehen aus 5 grünen Kelchblättern, 5 schmalen Blättchen außerhalb des Kelches, 5 weißen Kronblättern und etwa 20 gelben Staubblättern. Sie sind vorweiblich, wodurch Selbstbestäubung vermieden wird.

Blütezeit: April bis Juni, auch später können sich noch Blüten bilden. Sie liefern reichlich Pollen und leicht zugänglichen Nektar.

Die Pflanze vermehrt sich sowohl vegetativ durch Ausläufer als auch generativ durch Früchte und Samen. Viele Tiere zehren von den Früchten, scheiden die roten Nüsschen wieder aus und sorgen so für die Verbreitung.

Die Früchte nennen sich „Beeren“ sind aber eine Sammelnussfrucht.

Verwendete Pflanzenteile: Blätter, die im Mai/Juni geerntet werden

Inhaltsstoffe: 5 bis 11% Gerbstoffe, Vitamin C, Flavonoide, ätherisches Öl

Heilwirkung:

Auf Grund des Gerbstoffgehalts werden die Blätter volksheilkundlich als Teeaufguss bei leichten Durchfallerkrankungen, zum Gurgeln bei Halsentzündungen und bei Harnwegserkrankungen eingesetzt.

Das Homöopathikum Fragaria vesca kann bei Nesselsucht eingesetzt werden.

Nebenwirkungen: Nicht bekannt

Geschichtliches:

Der Gattungsname „Fragaria“ leitet sich aus dem Lateinischen her: fragare = duften, „vesca“ = duften. Der deutsche Name „Erdbeere“ nimmt Bezug auf den bodennahen Wuchs der Pflanze. Die Walderdbeere ist nicht die Wildform der Gartenerdbeere.

Archäologische Funde haben belegt, dass Walderdbeeren bereits in der Steinzeit zum Speiseangebot der Menschen gehörten.

Carl von Linné (1707 – 1778) soll durch eine Kur mit Erdbeerblättertee und frischen Walderdbeeren von der Gicht geheilt worden sein.

Pfarrer Kneipp (1821 – 1897) empfahl Erdbeerblättertee für schwächliche Kinder.

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Pflanzenfamilie: Rosengewächse Rosaceae
Anwendungsbereich: Durchfall
Blütenfarbe: weiß
Giftigkeit: ungiftig