Acker-Rittersporn

Delphinium consolida, Consolida regalis

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  • © AK Natur Stadtmarketing Lehrte
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Feldrittersporn, Ritterblume, Hornkümmel, Läusepfeffer

Der Ackerrittersporn ist eine einjährige krautige Pflanze aus der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Er stammt ursprünglich aus Südeuropa, ist aber über ganz Europa und Kleinasien verbreitet und in Nordamerika eingebürgert. Er bevorzugt kalkhaltige humose Böden und besiedelt gern Brachen, Wegränder und frische Erdhaufen. Früher breitete er sich häufig als Unkraut auf Getreidefeldern aus. Wegen des Einsatzes von Spritzmitteln in der Landwirtschaft ist er als Ackerpflanze kaum noch zu finden und steht auf der Liste der gefährdeten Arten.

Die Wurzeln des Ackerrittersporns reichen bis zu 50 cm in die Tiefe. Die Stängel sind stark verästelt, leicht behaart und werden bis zu 40 cm hoch. Die wechselständigen Blätter mit langen schmalen Zipfeln sind zweifach dreigeteilt. Die tief violett-blauen (selten weißen) Blüten, die aus fünf Blütenblättern bestehen, von denen das obere als langer Sporn entwickelt ist, stehen in lockeren Trauben. Farbe und Form der Blüten machen die Pflanze unverwechselbar.

Blütezeit: Juni bis September

Der Ackerrittersporn ist eine typische Hummelpflanze. Da der Nektar am Sporngrund abgesondert wird, kann er nur von Hummeln und einigen Schmetterlingen erreicht werden.

Die Früchte sind Balgkapseln. Bei Berührung werden die schwarzen Samen weit herausgeschleudert.

Der Ackerrittersporn gilt als schwach giftig, wobei die Blüten keine Giftstoffe enthalten. Die Giftigkeit betrifft vor allem die Samen.

Ackerrittersporn ist auch giftig für Pferde, Kühe, Hunde und Katzen.

Verwendete Pflanzenteile: Die getrockneten Blüten, die auch nach der Trocknung ihre Farbe behalten.

Inhaltsstoffe: Verschiedene Alkaloide in geringen Mengen, fettes Öl

Heilwirkung:

Die Blüten besitzen schwach harntreibende Eigenschaften und fanden in Nieren- und Blasentees Verwendung. Sie wurden auch als Schönungsdroge in Teemischungen genutzt. Als Arznei sind die Blüten heute nicht mehr gebräuchlich.

Nebenwirkungen:

Die Alkaloide des Ackerrittersporns wirken ähnlich wie die des Eisenhuts - nur schwächer - lähmend auf das Nervensystem.

Geschichtliches:

Der Name „Rittersporn“ leitet sich vom Aussehen des Blütenblatts ab.

Die Blüten wurden früher zum Färben von Wolle und zur Gewinnung von Tinte verwendet.

Aus den Samen wurde ein wirkungsvolles Mittel gegen Läuse und andere Parasiten gewonnen.

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Pflanzenfamilie: Hahnenfußgewächse Ranunculaceae
Anwendungsbereich: Schmuckdroge, Kopfschmerzen
Blütenfarbe: blau
Giftigkeit: schwach giftig