Traubensilberkerze

Cimicifuga racemosa

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  • © AK "Stadt und Natur erleben" Stadtmarketing Lehrte (ms)
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Wanzenkraut, Schwarze, nordamerikanische, wilde Schlangenwurzel, Frauenwurzel, traubenförmige Schwarzwurz, langtraubiges Christophskraut

Die Traubensilberkerze ist eine ausdauernde Pflanze aus der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Sie kommt in Nordamerika, Europa und den gemäßigten und arktischen Zonen Asiens vor und kann bis zu 2 m hoch werden. Sie hat aufrechte, glatte beblätterte Stängel und große gestielte dreifach gefiederte Laubblätter, die eingeschnitten oder gezähnt sind. Die kleinen weißen Blüten stehen in traubigen Blütenständen. Blütezeit: Juni bis September. Die Frucht ist eine eiförmige Kapsel.

Verwendete Pflanzenteile:

Der Wurzelstock (Wanzenkrautwurzel), der nach der Fruchtreife ausgegraben, frisch verarbeitet (für homöopathische Arzneimittel) oder getrocknet wird. Er riecht eigenartig und schmeckt bitter, scharf und zusammenziehend.

Inhaltsstoffe:

15 bis 20 % Cimifugin (Gemisch aus Harzen und Bitterstoffen), Glykoside, Gerbstoffe, Alkaloide, ätherisches Öl

Heilwirkung:

Die Droge hat östrogenähnliche Eigenschaften. Auszüge davon sind Bestandteil von Arzneifertigpräparaten, die aufgrund einer hormonartigen Wirkung bei Funktionsstörungen der weiblichen Geschlechtsorgane und bei klimakterischen Beschwerden verabreicht werden. Genaue Wirkungsweisen sind noch nicht vollständig geklärt.

Nebenwirkungen:

Wegen der wehenfördernden Wirkung sollte Cimicifuga nicht in der Schwangerschaft verabreicht werden. Es können Magen-Darmbeschwerden auftreten, auch eine Leberschädigung ist möglich. Seit September 2009 müssen Cimicifuga-Arzneimittel entsprechende Warnhinweise tragen.

Geschichtliches:

Der Gattungsname setzt sich zusammen aus den lateinischen Wörtern cimex (Wanze) und fuga (Flucht). Der Artname racemosa (racemosus, Traube) beschreibt den traubigen Blütenstand.

Der Name Wanzenkraut nimmt Bezug auf den abstoßenden Geruch der Blütenstände, der die Blattwanzen vertreiben soll.

Die Traubensilberkerze galt bei den Indianern Nordamerikas vor allem als Gegengift zum Biss der Klapperschlange und wurde von ihnen seit langem genutzt. Auch zur Erleichterung der Geburt wurde die Wurzel verwendet. Darauf weisen die Namen „Snakeroot“ und „Squawroot“ hin.

In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts kam die Pflanze nach Europa. Erst seit dem 19. Jahrhundert wird sie arzneilich verwendet. Sie galt als Wundermittel zur Behandlung von Schwindsucht und Rheuma.

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Pflanzenfamilie: Hahnenfußgewächse Ranunculaceae
Anwendungsbereich: Wechseljahrsbeschwerden
Blütenfarbe: weiß
Giftigkeit: ungiftig
Lebensdauer: ausdauernd