Steinklee

Melilotus officinalis

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Melilotus officinalis (Echter Steinklee)

Honigklee, Ackerhonigklee, Bienenkraut, Bärenklee, Goldklee, Schotenklee, Liebfrauenschühlein

Der Steinklee ist eine zweijährige krautige Pflanze mit kräftiger Pfahlwurzel aus der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Er ist weiten Teilen Europas und Asiens heimisch, weltweit verbreitet und wächst meist an steinigen Wegrändern und Bahndämmen, auf Brachflächen, an Feldrainen und auf Schuttplätzen. Die Pflanze bildet bis zu 1,50 m hohe aufrechte Stängel, die kahl oder im oberen Teil schwach behaart sind. Die Blätter sind schwach gezähnt und dreiteilig und stehen in den Achseln der Stängel. Die Schmetterlingsblüten, bei denen die Flügel kürzer als das Schiffchen sind, stehen in großer Zahl in Trauben beisammen. Sie sind leuchtend gelb, später auch verblassend und duften stark. Durch Trocknung verstärkt sich der Duft.

Blütezeit: Mai bis September

Die Frucht ist eine bis 4mm lange hellbraune Hülse.

Verwendete Pflanzenteile:

Kraut, das in den Monaten Juni bis August geschnitten und getrocknet wird.

Inhaltsstoffe:

Melilotin, aus dem durch Trocknung Cumarin entsteht, (das z.B. auch im Waldmeister enthalten ist), Flavonoide, Gerbstoffe und Saponine, die eine entzündungshemmende und venenabdichtende Wirkung haben

Heilwirkung:

Auf Grund des Gehalts an Cumarin, das die Widerstandskraft der feinen Blutgefäße verbessert und eine blutverflüssigende Wirkung hat, wird das Kraut in Teemischungen, als Salbe oder Tinktur zur Behandlung von Thrombosen und Krampfadern, bei Schweregefühl in den Beinen und nächtlichen Wadenkrämpfen, Prellungen und Verstauchungen, auch bei Geschwüren und Rheuma verwendet.

Das Homöopathikum Melilotus kann bei Kopfschmerzen, Migräne und Nasenbluten eingesetzt werden.

Honigkleekissen helfen gegen Kleidermotten.

Nebenwirkungen:

Bei empfindlichen Personen kann es auf Grund des Cumaringehalts zu Kopfschmerzen kommen. Vom Gebrauch in der Schwangerschaft und Stillzeit ist abzuraten, weil keine Untersuchungen zur Unbedenklichkeit vorliegen. Steinklee darf keinesfalls gleichzeitig mit gerinnungshemmenden Mitteln verwendet werden.

Geschichtliches:

Der Name leitet sich aus dem Griechischen her von meli (Honig) und lotos (Klee) und bezieht sich auf die honigreichen Blüten und die kleeähnlichen Blätter der Pflanze. Bereits bei Hippokrates wurde die Pflanze erwähnt und gelobt. Dioskurides empfahl den Steinklee zur Erweichung von Geschwüren.

In der Volksmedizin war Steinklee die am häufigsten eingesetzte Pflanze gegen Hämorrhoiden und Krampfadern.

Pflanzenfamilie: Hülsenfrüchtler Fabaceae
Anwendungsbereich: Venenerkrankungen
Blütenfarbe: gelb
Giftigkeit: ungiftig
Lebensdauer: zweijährig