Spargel

Asparagus officinalis

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Korallenkraut, Aspars

Spargel gehört zur Familie der Liliengewächse (Liliaceen).

Aus einem holzigen Wurzelstock mit dicken Wurzelfasern dringen im Frühjahr fingerdicke Sprosse durch die Erde. Sobald sie aus dem Boden treiben, beginnen sie zu grünen. Die Stängel werden über 1 Meter hoch und verzweigen sich und tragen ganz feine Blättchen. Aus den grünlich-weißen Blüten mit sechs glockigen fast kugeligen Blütenblättern im Juni entwickeln sich rote Beeren mit mehreren oder häufig nur einem schwarzen Samen. Diese wurden im Ersten Weltkrieg als Kaffee-Ersatz genutzt.

Spargel gilt als eine der beliebtesten Gemüsesorten. Er gedeiht am besten in lockeren, sandigen nicht zu feuchten Böden. Spargel wird in Gräben gepflanzt. Ab dem dritten Jahr können die Sprosse geerntet werden. Zuvor wird über den Pflanzen ein kniehoher Wall errichtet und heutzutage meist mit Folie abgedeckt. Ende der Erntezeit ist immer der Johannistag (24.06.)

Verwendete Pflanzenteile: Der Wurzelstock, Spargeltriebe als Gemüse.

Inhaltsstoffe: Flavonoide, Saponine, Vitamine B, C und E, Folsäure, Mineralstoffe (besonders Kalium), Purine

Heilwirkung:

Wissenschaftlich anerkannt ist die Verwendung des Wurzelstocks zur Durchspültherapie bei Entzündungen der ableitenden Harnwege und zur Vorbeugung vor Nierengrieß. Spargel fördert die Nierentätigkeit und die Wasserausscheidung. In der Volkheilkunde wird deshalb der Spargelwurzelstock (und auch das Spargelkraut) bei Frühjahrs-kuren zur „Blutreinigung“ und zum Entwässern verwendet, außerdem bei Ödemen und rheumatischen Beschwerden. Ein Tee aus der Spargelwurzel sollte mit stärker entwässernden Pflanzen (wie Petersilien- oder Brennnesselwurzel) gemischt werden um eine therapeutische Wirkung zu erzielen.

Die jungen Sprosse der Pflanze werden als Gemüse gegessen. Spargel gilt darüber hinaus als Potenzmittel. Spargel wird auch eine krebshemmende Wirkung zugeschrieben und soll positive Effekte bei der Alzheimer-Erkrankung haben.

Nebenwirkungen:

Die große Menge an Purinen im Spargel wird im Körper zu Harnsäure umgewandelt und normalerweise mit dem Harn ausgeschieden. Ist zu viel davon vorhanden, kristallisiert sie und befällt vor allem die Finger und Zehengelenke Deshalb sollten Menschen, deren Nieren nicht voll funktionstüchtig sind, Spargel meiden. In seltenen Fällen kann es durch Spargel zu allergischen Hautreaktionen kommen (Spargelkrätze).

Geschichtliches:

Bereits vor 5000 Jahren wurde Spargel in China gegen Husten, Geschwüre und bei Harnproblemen verordnet. In der Antike wurde Spargel im Mittelmeerraum als Gemüse und Arzneipflanze gezogen. Griechische Ärzte nutzten die Spargelwurzel als Heilmittel bei Erkrankungen der Harnwege, der Milz und der Leber.

Im Mittelalter kam der Spargel über die Alpen und wurde in den Klostergärten kultiviert. Seit dem 16. Jahrhundert ist der Spargel in Mitteleuropa bekannt und verbreitet.

Pflanzenfamilie: Spargelgewächse Asparagaceae
Anwendungsbereich: Stoffwechselförderung, Immunstärkung, Gemüse
Blütenfarbe: gelb
Giftigkeit: ungiftig
Lebensdauer: ausdauernd