Sonnenhut

Echinacea purpurea

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  • © AK Natur Stadtmarketing Lehrte
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Schmalblättriger Igelkopf, purpurfarbener Sonnenhut, rote Sonnenblume

Der Sonnenhut ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die aus Nordamerika stammt und in Europa vorwiegend als Zierpflanze angesehen wird. Für medizinische Zwecke wird er in den USA, in Spanien, Deutschland und den Niederlanden angebaut.

Der Sonnenhut gehört zur Familie der Korbblütengewächse (Astraceae). Aus einer Pfahlwurzel mit zahlreichen Nebenwurzeln wachsen aufrechte bis 90 cm hohe Stängel, die ebenso wie die lanzettlichen ganzrandigen Blätter mit Borstenhaaren besetzt sind. Am Ende der Stängel sitzt eine einzige große Korbblüte mit kegelförmigem Blütenboden. Auf dem Blütenboden befinden sich 8 – 21 Zungenblüten und 200 – 300 Röhrenblüten.

Blütezeit: Juni bis September

Verwendete Pflanzenteile:

Die zur Blütezeit geernteten oberirdischen Pflanzenteile und die im Herbst gesammelten Wurzeln

Inhaltsstoffe: Flavonoide, Echinacin, ätherisches Öl, Harze, Bitterstoffe,

Heilwirkung:

Die Extrakte der Kraut- und Wurzeldroge des Sonnenhuts wirken auf die körpereigenen Abwehrkräfte und werden zur unterstützenden Behandlung von wiederkehrenden Infekten im Bereich der Atemwege und der ableitenden Harnwege eingesetzt. Auch die Heilung von Entzündungen und Wunden wird gefördert. Die Wirksamkeit für den Presssaft aus dem frischen Kraut konnte nachgewiesen werden.

Anwendungsgebiete von Fertigpräparaten aus dem Sonnenhut ( z.B. Esberitox, Echinacin, Contramutan)), die standardisierte Drogenextrakte enthalten, sind die Erhöhung der Abwehrkräfte bei grippalen Infekten, fieberhaften Erkrankungen und chronischen Gelenkentzündungen, sowie Entzündungen im Nasen-Rachen-Bereich.

Nebenwirkungen:

Nicht bekannt; allerdings sollten Menschen, die auf Korbblütler allergisch reagieren, von einem Gebrauch der Pflanze absehen.

Geschichtliches:

Die Pflanze wurde bereits von den Indianern Nordamerikas seit langem medizinisch verwendet. Sie galt als ein sehr gutes Antiseptikum gegen Entzündungen, Eiterungen und Furunkel. Bei Verletzungen wurden Verbände mit Pflanzenbrei angelegt. Die Sioux-Indianer gebrauchten die Wurzel auch als Gegenmittel bei Schlangenbissen.

Im 19. Jahrhundert gelangte die Pflanze als Zierpflanze nach Europa, so dass sie in älteren Kräuterbüchern keine Erwähnung fand. Ende des 19. Jahrhunderts wurde ein findiger Deutscher auf die Pflanze aufmerksam und verkaufte ein Gebräu daraus mit großem Erfolg als „Meyers Blutreiniger“.

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Pflanzenfamilie: Korbblütler Asteraceae
Anwendungsbereich: Infektabwehr
Blütenfarbe: rot
Giftigkeit: ungiftig
Lebensdauer: ausdauernd