Baldrian

Valeriana officinalis

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Katzenkraut, Mondwurzel, Stinkwurz, Balderjan, Bullerjan,

Baldrian ist eine kräftige ausdauernde Pflanze, die bis 1,70 m hoch werden kann aus der Familie der Baldriangewächse (Valerianaceae). Er ist in Europa und Teilen Asiens heimisch, in Nordamerika eingebürgert. Baldrian wächst auf feuchten Wiesen und an Bachläufen, aber auch auf Schutthalden. Aus einem kurzen Wurzelstock wachsen eine Anzahl grundständiger Blätter und Blütenstängel mit gegenständigen Blättern, die unpaarig gefiedert sind. Die weißlich-rosafarbenen Blüten sind doldenartig angeordnet. Blütezeit: Mai bis September.

Verwendete Pflanzenteile: Wurzeln

Inhaltsstoffe:

Bis 2% Valepotriate, ätherisches Öl und geringe Mengen Alkaloide

Keinem der Inhaltsstoffe kann die entscheidende Wirkung zugesprochen werden, die Gesamtheit zeigt die Wirkung.

Heilwirkung:

Baldrian ist eine der wichtigsten Heilpflanzen, die bei nervösen Störungen, bei Unruhe, Konzentrationsschwäche, Angst, Einschlafstörungen und Spannungs-zuständen eingesetzt werden. Die Wirkung ist durch Studien untermauert. Da Baldrian nicht müde macht, kann er auch bei Prüfungsangst eingesetzt werden.

Baldrian wird als Tinktur oder als Tee medizinisch genutzt.

Nebenwirkung: Nicht bekannt

Geschichtliches:

Der Name Valeriana, die mittelalterliche Bezeichnung für Baldrian, leitet sich wahrscheinlich vom lateinischen valere (kräftig, wert sein) ab. Der deutsche Name Baldrian könnte dem Lichtgott Baldur gewidmet sein. Dioskurides empfahl den Baldrian als wärmendes Mittel mit harntreibender und menstruationsfördernder Wirkung.

Auch Hildegard von Bingen, Hippokrates, Tabermontanus und Paracelsus schätzten ihn als Heilpflanze. Er wurde gegen Augenkrankheiten, Epilepsie und sogar gegen die Pest eingesetzt (alter angelsächsischer Spruch: „Trinkt Baldrian und ihr kommt alle davon“).

Wohl wegen seines Geruchs hängte man die Pflanze als Schutz vor bösen Geistern in Nordeuropa an die Tür. Manche Menschen sollen Wurzelstücke bei sich getragen haben um sich vor Hexen und Verzauberung zu schützen.

Erst im 17. Jahrhundert wurde die beruhigende Wirkung auf das Nervensystem erkannt.

Baldrian wurde gern in den Bauerngärten angepflanzt. Er vermag den Boden zu durchlüften und Regenwürmer anzuziehen und fördert das Wachstum von Pflanzen.

Ganz besonders Katzen lieben den Duft der Pflanze.

Pflanzenfamilie: Baldriangewächse Valerianaceae
Anwendungsbereich: Nervöse Unruhe, Schlafstörungen
Blütenfarbe: rot
Giftigkeit: ungiftig
Lebensdauer: ausdauernd