Salbei

Salvia officinalis

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Heilpflanze des Jahres 1998

Echter Salbei, Edelsalbei, Gartensalbei, Königssalbei, Kreuzsalbei

Der Salbei gehört zur Familie der Lippenblütengewächse (Lamiaceae). Er ist im Mittelmeerraum heimisch. Bei uns kommt er nur als Kulturpflanze vor. Er benötigt einen sonnigen Standort. Bei lang andauerndem strengem Frost ist ein Winterschutz nötig. Salbei wird bis zu 75 cm hoch und besitzt am Grund verholzende Stängel. Die Äste sind meist stark verzweigt mit grau-brauner abschuppender Borke. Die jüngeren Sprosse sind filzig behaart, die gegenständigen Blätter sind grau-grün. Die hell-violetten Blüten haben eine helmartige Oberlippe. Sie bilden einen traubigen Blütenstand und stehen in Scheinquirlen zusammen, von denen meist 6 bis 8 übereinanderstehen.

Blütezeit: Mai bis August.

Insgesamt gibt es mehrere hundert Salvia-Arten, von denen sich viele als Küchenkräuter oder in der Naturheilkunde verwenden lassen.

Verwendete Pflanzenteile: Getrocknete Blätter

Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Flavonoide, Saponine

Heilwirkung:

Das ätherische Öl wirkt krampflösend, der Bitterstoff bakterienhemmend. Die Gerbstoffe wirken zusammenziehend und entzündungshemmend. Die Zubereitung der Droge (Teeaufguss) wird bei Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut zum Gurgeln und Spülen verwendet. Auch bei Verdauungsstörungen, Blähungen und Entzündungen der Darmschleimhaut kann ein Salbeitee die Symptome mildern. Salbeitee wird auch eingesetzt zur Verminderung übermäßiger Schweißbildung.

Nebenwirkungen:

Während der Schwangerschaft sollte auf Zubereitungen des Salbeis verzichtet werden. Bei stillenden Müttern bremst Salbei die Milchproduktion, was in der Abstillphase von Vorteil ist. Salbei sollte auch nicht regelmäßig über einen längeren Zeitraum eingenommen werden, da es zu Reizungen des Magens kommen kann.

Geschichtliches:

Der Salbei wurde bereits im Altertum als Arzneipflanze genutzt. Der Name leitet sich vom lateinischen „salvare“ (heilen) ab. Die Griechen glaubten, Salbei könne unsterblich machen und nutzten ihn, um Geschwüre und Schlangenbisse zu behandeln.

Bei den Römern galt er als heiliges Kraut, das auf besondere Weise gesammelt werden musste. (Ein nicht aus Eisen gefertigtes Messer, saubere Kleidung und Füße, zuvor Darbringung eines Opfers). Durch die Römer kam der Salbei auch in die Gärten Mitteleuropas.

Von Sebastian Kneipp stammt der Ausspruch: „Wer ein Gärtlein sein eigen nennt, der sollte darin haben einen Salbeistock, eine Wermutstaude und einen Enzianstock. Dann hat er seine Apotheke gleich bei der Hand.“

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Pflanzenfamilie: Lippenblütler Lamiaceae
Anwendungsbereich: Verdauungsbeschwerden, Schleimhautentzündungen
Blütenfarbe: blau
Giftigkeit: ungiftig
Lebensdauer: ausdauernd