Rotklee

Trifolium pratense

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Wiesenklee, Ackerklee, Honigblume, Futterklee

Der Rotklee gehört zur Familie der Schmetterlingsblütler (Fabaceae). Von der Gattung Trifolium gibt es etwa 230 verschiedene Arten, die in den gemäßigten Regionen der Erde vorkommen. Er wächst auf nährstoffreichen Wiesen und Weiden und wird als Futterpflanze angebaut. Aus einem büscheligen Wurzelstock entwickelt sich eine Rosette grundständiger Blätter und aufrechte Stängel, die wechselständig mit Blättern versehen sind. Rotklee ist ein Tiefwurzler (bis 2 m) und vermehrt sich auch vegetativ durch unterirdische Ausläufer. Die Blätter sind dreizählig und haben auf der Oberseite einen weißlichen pfeilförmigen Fleck. Die purpurfarbenen Blüten stehen in Köpfchen. Sie enthalten viel Nektar und bieten für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge eine gute Futterquelle. Langrüsselige Hummeln erreichen den Nektar am Blütengrund, Bienen sammeln nur Pollen. Die von Hummeln in die Blüten gebissenen Löcher werden aber auch von Bienen genutzt.

Blütezeit: Mai bis September

Rotklee wird auch zur Gründüngung eingesetzt, weil die symbiotisch an den Wurzeln lebenden Knöllchenbakterien Stickstoff aus der Luft binden.

Verwendete Pflanzenteile: Die Blüten

Inhaltsstoffe:

Gerbstoffe, Vitamine C, E und Provitamin A, Flavonoide, Isoflavone (Pflanzenhormone, Phytoöstrogene)

Heilwirkung:

Die Gerbstoffe im Rotklee wirken hilfreich bei Schleimhautentzündungen und bei Durchfallerkrankungen. Mit Umschlägen fördert Rotklee die Wundheilung bei Hauterkrankungen (Ekzeme, Schuppenflechte). Die Volksmedizin verwendet ihn bei Bronchitis und Keuchhusten.

Die Isoflavone ähneln den weiblichen Östrogenen. Deshalb wird Rotklee erfolgreich zur Unterstützung des Hormonhaushalts in den Wechseljahren eingesetzt. Auch das Risiko an Brustkrebs oder Osteoporose zu erkranken soll durch die Pflanzenhormone vermindert werden. Gleichfalls soll auch der PSA-Wert günstig beeinflusst werden. Die Wirkung bei Wechseljahrsbeschwerden ist aber noch nicht hinreichend belegt.

Der dem Rotklee ähnliche Weißklee wird volksmedizinisch als Tee gegen Rheuma und Gicht verwendet.

Nebenwirkungen: Sind nicht zu erwarten.

Geschichtliches:

Der Gattungsname Trifolium bedeutet Dreiblatt, pratense beschreibt den bevorzugten Standort der Pflanze.

Eva soll bei der Vertreibung aus dem Paradies ein vierblättriges Kleeblatt mitgenommen haben als Erinnerung an glücklichere Tage.

Im Mittelalter war der Rotklee eine geschätzte Heilpflanze.

Der irische Nationalheilige St. Patrick soll mithilfe des Rotklees seinen Landsleuten die Dreifaltigkeit erklärt haben.

In der Wappenkunde kommt das dreiblättrige Kleeblatt häufig vor (z.B. Hannover).

„Jemanden über den grünen Klee loben“ bedeutet jemanden über Gebühr loben. Die Aussage soll auf die Zeit zurückgehen, in der man Gräber und Friedhöfe mit Klee bepflanzte. Ein Lob über den grünen Klee ist ein Lob, wie über einen Verstorbenen, über den man nichts Schlechtes sagt.

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Pflanzenfamilie: Hülsenfrüchtler Fabaceae
Anwendungsbereich: Wechseljahrsbeschwerden
Blütenfarbe: rot
Giftigkeit: ungiftig
Lebensdauer: ein- bis zweijährig