Rote Bete

Beta vulgaris

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Salatrübe, Rote Rübe, Rote Beete, Salatbete, Rahne

Die Rote Bete, eine Kulturform der Rübe und eng verwandt mit Mangold und Zuckerrübe und Quinoa, ist eine zweijährige krautige Pflanze aus der Familie der Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae). Sie stammt aus dem Mittelmeerraum und Nordafrika und kam mit den Römern nach Mitteleuropa.

Die Rote Bete benötigt nahrhafte Böden und bildet eine dunkelrote Wurzel mit dünner schwarzbrauner Schale und saftigem Fruchtfleisch. Die Blätter stehen in einer Rosette. Sie sind wie die Blattstiele rot überlaufen. Die Rübe kann unterschiedliche Formen haben, rund, länglich oder birnenförmig. Durch Züchtung gibt es auch rosafarbene, gelbe, weiße und geringelte Beten, Zur Erntezeit ragt ein Teil der Rübe aus der Erde heraus.

Im zweiten Jahr erscheinen bis 1 m hohe Stängel mit unscheinbaren vierzähligen grünlichen Blüten, die zu zweit oder in Quirlen zusammenstehen.

Blütezeit: Juni bis September.

Verwendete Pflanzenteile: Wurzeln

Wirkstoffe:

Roter Farbstoff (auf Grund des Glykosids Betanin), Vitamin B, Kalium, Eisen, wenig ätherisches Öl, Folsäure

Heilwirkung:

Rote Rüben oder der frische Presssaft werden volksmedizinisch bei Blutarmut und als Kräftigungsmittel zur Steigerung der Widerstandskraft bei Infektionen verwendet. Auch als Begleittherapie bei Leukämie, Anämie und Malaria wird der Saft eingesetzt. Er wirkt als Radikalenfänger und trägt zur Senkung erhöhter Blutfettwerte bei.

Nebenwirkungen: Bei Nierensteinen und Morbus Crohn sollten Beten wegen der Oxalsäure nur in Maßen verzehrt werden.

Geschichtliches:

Bereits in der Antike war eine rote Rübe bekannt, die zur Nahrung diente oder als Futter verwendet wurde.

Der griechische Arzt Dioskurides soll in Essig eingelegte Rote Bete als Mittel gegen Infektionskrankheiten und Hautentzündungen verwendet haben.

Im Capitulare de villis und im St. Gallener Klosterplan von 820 werden „Betas“ benannt, ob es sich um das heute bekannte Wurzelgemüse handelt, ist nicht bekannt.

Paracelsus verordnete die Rote Bete zum Steigern der Abwehrkräfte.

In den Kräuterbüchern des 16. und 17. Jahrhunderts wurde die rote Rübe als Gemüse erwähnt. Eine arzneiliche Verwendung wurde jedoch nicht angegeben.

Rote Bete wird kulinarisch in der russischen Gemüsesuppe Borschtsch, im Heringssalat und für Labskaus verwendet.

Der rote Farbstoff Betanin (Beetenrot, E 162) wird in der Nahrungsmittelindustrie zum Färben von Fruchtjoghurt und Speiseeis verarbeitet.

Pflanzenfamilie: Fuchsschwanzgewächse Amaranthaceae
Anwendungsbereich: Immunstärkung, Gemüse
Blütenfarbe: grün
Giftigkeit: ungiftig
Lebensdauer: zweijährig