Ringelblume

Calendula officinalis

Bild 1 von 3

  • © AK Natur Stadtmarketing Lehrte
    © AK Natur Stadtmarketing Lehrte
  • © AK Natur Stadtmarketing Lehrte
    © AK Natur Stadtmarketing Lehrte
  • © AK Natur Stadtmarketing Lehrte
    © AK Natur Stadtmarketing Lehrte

Goldblume, Dotterblume, Ringelrose, Wucherblume, Studentenblume, Morgenrot und Abendrot (nach den Farben der Blüten), marygold (engl.), Totenblume, weil sie in ländlichen Gebieten auf Gräber gepflanzt wurde, die leuchtende Farbe bildet einen starken Kontrast zum Tod.

Die Ringelblume ist wahrscheinlich im Mittelmeergebiet heimisch. Die einjährige Blütenpflanze gehört zur Familie der Korbblütengewächse (Asteraceae). Aus einer spindelförmigen und faserreichen Wurzel wächst die einjährige Blütenpflanze mit aufrechtem filzig behaartem Stängel, der bis 70 cm hoch wird und sich mit leuchtend gelben und orangefarbenen Blütenköpfen schmückt. Am Korbrand stehen 60 – 150 weibliche fruchtbare Zungenblüten, im Innern der Blüte befinden sich 30 – 50 zwittrige Röhrenblüten. Blütezeit: Juni bis Oktober, auch bis zum ersten Frost. Kaum sind die seltsam geringelten Samen (daher der Name) in der Erde, erscheint schon das erste Blättchen. Ist später eine der Blüten verwelkt, erblüht schon die nächste, unaufhörlich bis zum Frost. Die Ringelblume wächst nicht, sie wuchert. Von dieser Blühkraft so viele Monate hindurch hat sie ihren Namen: Calendula ist abgeleitet vom calendae, dem ersten Tag im Monat, und sie blüht in so vielen calendis = Monaten. Für arzneiliche Zwecke wird die Ringelblume in Deutschland, den Niederlanden, Ägypten, Polen und den Balkanländern angebaut.

Verwendete Pflanzenteile:

Die getrockneten vom Blütenboden abgetrennten Zungenblüten

Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl, Flavonoide, Bitterstoffe, Carotinoide, Saponine

Heilwirkung:

Die Zubereitungen der Droge (Teeaufguss, Tinktur, Salbe) wirken entzündungs-hemmend und heilungsfördernd. Sie fördern den Wundverschluss und das Wachstum neuer Zellen, lindern Schmerzen, erhöhen die lokale Durchblutung und beschleunigen die Heilung. Hauptanwendungsgebiete sind nahezu alle Arten von Hautverletzungen und Hautentzündungen, schlecht heilende Wunden (auch Unterschenkelgeschwüre), Quetschungen, Nagelbettentzündungen, Furunkel. Die getrockneten Blütenblätter sind Bestandteil von Teemischungen als schönender Beigabe. Bei der Herstellung von Butter und Käse werden die Blütenblätter als Farbstoff verwendet. Die frischen Blätter sollen Warzen bekämpfen können.

Innerlich wird die Ringelblume nicht mehr verwendet.

Nebenwirkungen: Nicht bekannt; sehr selten können Allergien auftreten.

Geschichtliches:

Es ist nicht bekannt, ob die Griechen und Römer die Pflanze gekannt und genutzt haben. Hildegard von Bingen erwähnte sie als „Ringula“ oder „Ringella“.

Bei Bauern stand die Ringelblume in hohem Ansehen, weil sich mit ihr das Wetter vorhersagen lässt. Sind die Blüten bereits ab 7 Uhr geöffnet, verspricht der Tag schön und sonnig zu werden.

Die Ringelblume gilt als Symbol für die Unvergänglichkeit und Treue in der Liebe. Die Blüten wurden gern als Liebesorakel genutzt: Er liebt mich, er liebt mich nicht…

Die Ringelblume verbessert die Bodenbeschaffenheit und hält Schnecken und Fadenwürmer fern.

© AK Natur Stadtmarketing Lehrte
© AK Natur Stadtmarketing Lehrte
© AK Natur Stadtmarketing Lehrte
© AK Natur Stadtmarketing Lehrte
© AK Natur Stadtmarketing Lehrte
© AK Natur Stadtmarketing Lehrte
Pflanzenfamilie: Korbblütler Asteraceae
Anwendungsbereich: Hauterkrankungen
Blütenfarbe: gelb
Giftigkeit: ungiftig
Lebensdauer: einjährig