Grünland

Phacelia, Ackersenf

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Phacelia

Allgemein

Die Gattung Phacelia (gr. phalekelos) gehört zur Unterfamilie der Wasserblattgewächse in der Familie der Raublattgewächse. Umgangssprachlich sind auch Bezeichnungen wie Bienenweide, Bienenfreund, Büschelschön oder Büschelblume verbreitet.

Aussehen

Zur Gattung Phacelia gehören ein-, zwei- oder mehrjährige Arten. Die krautigen Pflanzen sind meist behaart. Die Laubblätter sind einfach oder zusammengesetzt. Nebenblätter fehlen. Die fünf blau-violetten, hellblauen bis weißen Kronblätter stehen glockig bis radförmig zusammen. Es ist nur ein Kreis mit fünf freien, fertilen Staubblättern vorhanden. Meist sind die Staubbeutel behaart. Zwei Fruchtblätter sind zu einem oberständigen Fruchtknoten verwachsen. Es ist nur ein Griffel vorhanden. Die Bestäubung erfolgt durch Hautflügler Es werden zweifächerige, behaarte Kapselfrüchte gebildet.

Verwendung

Phacelia wird in Mitteleuropa häufig als Bienenweide angesät. Sie gilt als sehr ertragreiche Bienentrachtpflanze, deren Trachtwert etwa dem von Raps oder Buchweizen entspricht. Jede Blüte produziert in 24 Stunden Nektar mit einem Gesamtzuckergehalt zwischen 0,7 und einem Milligramm. Erträge von 500 kg Honig je Hektar und Blühsaison sind so durchaus möglich.

Phacelia eignet sich sehr gut als Gründüngungspflanze. Mit ihrem dichten Wurzelsystem nutzt sie die Nährstoffvorräte im Boden gut aus und übergibt sie nach Verrottung leicht an die Nachfolgefrucht. Sie hinterlässt eine dicht durchwurzelte, gare Krume. Die feingliedrigen Blätter führen zu einer sehr guten Bodenbeschattung und wirksamen Unkrautunterdrückung. Die hohen Mengen organischen Materials, die im Boden verbleiben, erhalten oder erhöhen den Humusgehalt und damit die Ertragfähigkeit der Böden. Dadurch wird die Bodenstruktur verbessert, und die Ertragsicherheit nimmt langfristig auch auf leichteren Böden zu.

Da die Bestände im Allgemeinen im Winter bei Temperaturen unter minus 5 °C erfrieren und zusammenbrechen, können erosionsgefährdete Folgekulturen wie Zuckerrüben ohne Umbruch in die Pflanzenreste hinein als Mulch- bzw. Direktsaat gesät werden.

Zur Zwischenbegrünung im Weinbau werden im Frühjahr etwa 10 bis 12 kg Saatgut pro Hektar ausgesät. Da sie eine sehr hohe Masseleistung hat und ein sog. N -Catcher ist, wird sie bevorzugt bei Erstbegrünungen eingesetzt.

Vor Blühbeginn geerntete Phacelia kann, etwa bei der Sauenfütterung, auch als leichtverdauliches Futtermittel genutzt werden. Neben der Frischverfütterung kann sie auch durch Silierung konserviert werden.

Vorkommen

Ursprüngliche Heimat der Gattung Phacelia ist hauptsächlich das westliche Nordamerika, die östlichen USA und Südamerika, also nur die Neue Welt. Verwildert kommt Phacelia an Straßen- und Wegrändern, auf Äckern und Schuttplätzen vor. Die Arten der Gattung sind zwar anspruchslos und trockenheitsverträglich, aber nicht winterhart.

Quellen:

Link zur Website: Wikipedia-Phacelia

Link zur Website: Honigmacher-Bienenweide

Acker-Senf

(lat. Sinapis arvensis)

Allgemein

Der Acker-Senf (auch Falscher Hederich oder wilder Senf) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Senfe (Sinapis) innerhalb der Familie der Kreuzblütengewächse. Es wird häufig auch als Unkraut angesehen.

Aussehen

Der Acker-Senf kann eine Wuchshöhe von 20-50cm erreichen. Der Stängel ist im unteren Teil abstehend behaart. Die unteren Blätter werden bis zu 20 cm lang.

Die Schote ist kahl, stielrund und etwas perlschnurartig eingeschnürt mit 8 bis 13 schwarzen Samen in zwei Fächern und drei bis fünf geraden, starken Nerven auf jeder Fruchtklappe. Die Schote läuft in einen 1 bis 1,5 cm langen, fast runden, geraden Schnabel aus.

Die Blütezeit reicht von Mai bis Oktober.

Verwendung

Die Samen können denen des Weißen Senfs beigemischt werden. Feingehackte Blätter können als Gewürz dienen. Blütenknospen können wie Brokkoli zubereitet werden. Krautige Teile sind nach längerem Kochen als Gemüse geeignet.

Vorkommen

Der Acker-Senf ist ein Archäophyt und wurde mit dem Ackerbau aus dem Mittelmeergebiet in die nördlichen Regionen Europas eingeschleppt. Sein Heimatgebiet ist Europa, Asien und Nordafrika.In den gemäßigten Zonen ist er heute darüber hinaus weltweit verbreitet.

Der Acker-Senf kommt verbreitet in Unkraut-Fluren, auf Brachen, an Wegen und Schuttplätzen vor. Er bevorzugt nährstoff- und basenreiche Böden, ist ein Lehmzeiger und tritt oft in großen Gruppen auf.Er gedeiht in Mitteleuropa in Gesellschaft der Verbände Caucalidion, Aperion, Fumario-Euphorbion oder Sisymbrion.

Link zur Website: Wikipedia-Acker-Senf

Link zur Website: Zentrum der Gesundheit

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