Gerste

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Herkunft

Ursprungsgebiete der Gerste sind der vordere Orient und der östliche Balkan.
Die ältesten Nachweise der Nutzung von Gerste lassen sich bis 15.000 v. Chr. zurückdatieren. Unsere Gerste ist eng verwandt mit Wildgerste. Als klassisches Getreide der Antike wurde sie bereits vor mehr als 8000 Jahren im Zweistromland und am Nil angebaut. In vielen Gebieten war Gerste über Jahrtausende ein wichtiges Grundnahrungsmittel; Gerste war eine der Ersten vom Menschen gezielt angebauten Getreidearten. Ab 7000 v. Chr. begann die systematische Zuchtauswahl und seit der Jungsteinzeit wird auch in Mitteleuropa Gerste angebaut.

Anbau

Gerste ist ein einjähriges Getreide, das eine Wuchshöhe von 0,7 bis 1,2 m erreicht. Die Pflanze ist glatt und unbehaart, der Halm ist aufrecht. Die Laubblätter sind wechselständig und zweizeilig angeordnet. Die flache Blattspreite weist eine Länge von 9 bis 25 cm und eine Breite von 0,6 bis 2 cm auf. Die wichtigsten Erkennungsmerkmale sind die zwei langen, unbewimperten Blattöhrchen der Blattscheide. Das schmale und leicht gezähnte Blatthäutchen ist 1 bis 2 mm lang.

Der Blütenstand besitzt eine flexible, also nicht zerbrechliche Hauptachse. Die in Reihen stehenden, ungestielten Ährchen sind alle gleich und fruchtbar. Die Ährchen enthalten meist nur eine Blüte. Die Grannen sind 8 bis 15 cm lang.

Der Fruchtstand mit langen Grannen ist im reifen Zustand geneigt bis hängend.
Gerste wird anhand der unterschiedlichen Ähren in zwei- und mehrzeilige Formen unterschieden. Die zweizeiligen Formen entwickeln pro Ansatzstelle nur ein Korn, das voll und kräftig ausgeprägt ist. Bei den mehrzeiligen Formen treten drei Körner pro Ansatzstelle auf, die sich schwächer entwickeln. Zweizeilige Gerstensorten (überwiegend Sommergerste) enthalten besonders viel Stärke und wenig Protein. Sie finden vorwiegend bei der Bierherstellung als Braugerste (Malz) Verwendung.
Vier- und sechszeilige Gerstensorten sind überwiegend Wintergerstensorten, die im Herbst gesät werden. Durch die längere Vegetationsphase und die effektive Nutzung der Winterfeuchtigkeit sind die Erträge höher und die Nährstoffe günstig für die Verwendung als Futtergerste. Neuere Wintergerstesorten mit hohen Gehalten an Protein und Ballaststoffen werden nur für die menschliche Ernährung angebaut.

Nutzung

Wintergerste wird überwiegend als Tierfutter verwendet; sie zeichnet sich gegenüber der Sommergerste durch höhere Erträge und mehr Eiweiß (12–15 %) aus.
Für die menschliche Ernährung kommt überwiegend Sommergerste als Braugerste zum Einsatz. In nicht gemälzter Form wird Gerste zu Grütze oder Graupen verarbeitet und gelegentlich auch zu Mehl gemahlen. Speziell für die menschliche Ernährung gezüchtete Gerste wird als Korn, als Flocken oder verarbeitet zu Mehl angeboten. Daraus werden auch Gersterbrote hergestellt.

Der Gerste werden auch Heilwirkungen zugesprochen. Medizinisch interessant sind die löslichen Gerstenballaststoffe. Gerstesorten mit hohem Gehalt an Beta-Glucanen wird zur Aufrechterhaltung eines normalen Cholesterinspiegels angeboten. Beta-Glucane werden von den Darmbakterien als Energiequelle genutzt. Beta-Glucane aus Gerste verringern den Anstieg des Blutzuckerspiegels nach den Mahlzeiten.
Dementsprechend sind Gerstesorten mit einem hohen Gehalt an Ballaststoffen sehr gut für die Verdauung im menschlichen Körper.
Nährwerte (pro 100g)

Brennwerte

Fettgehalt

2,1g

Natrium

18mg

Kalium

445mg

Kohlenhydrate

63,3g

Proteine

Kalzium

40mg

Eisen

2,8mg

Vitamin B6

560 µg

Magnesium

115mg

Rezepte

Es gibt viele Gerichte mit Gerste, obwohl diese etwas extravagant erscheinen.
Hier ein Rezept als Beispiel:

Link zur Website: Chefkoch-Rezept-Gerste

Link zur Website: Planet-Wissen-Gerste

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